BUND PRESSEMITTEILUNG
BUND fordert Niedrigwasserschleuse noch in diesem Jahr
Geld für Hafenschleuse statt für Elbe und Saalekanal
11. April 2005
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert den Bau einer
Niedrigwasserschleuse im Magdeburger Hafen noch in diesem Jahr.
"Die Niedrigwasserschleuse ist ein sinnvolles Bauwerk, wenn dadurch mehr Güter
über bestehende Kanäle transportiert werden können und die Elbe vor weiteren
Ausbaumaßnahmen verschont bleibt", so Ernst Paul Dörfler vom BUND-Elbeprojekt.
Weder der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) noch die
Bürgerinitiative PRO ELBE haben sich jemals gegen einen verbesserten Anschluss
des Magdeburger Hafens an den Mittellandkanal ausgesprochen. Im Gegenteil:
"Mehr Schifffahrt auf vorhandene Kanäle", so lautet seit über 10 Jahren
die klare Forderung der Umweltverbände.
Die fehlende Niedrigwasserschleuse zur Abtrennung des Magdeburger Hafens
von der Elbe mit ihren natürlichen Wasserstandsschwankungen hätte nach Meinung
des BUND schon längst gebaut sein können. Stattdessen wurden von der zuständigen
Wasserstraßenverwaltung 100 Mio. Euro in Form von umstrittenen "Strombaumaßnahmen"
in die Elbe versenkt, mit dem Ergebnis, dass die Güterschifffahrt auf dem Fluss
seit 1989 auf ein Zehntel geschrumpft ist. Die Hälfte des Geldes hätte gereicht,
um den Magdeburger Hafen von den Wasserstandsschwankungen unabhängig zu machen.
Geld kann bekanntlich nur einmal ausgegeben werden.
Es sei deshalb höchste Zeit, das Geld statt für einen sinnlosen Saalekanal
für eine Niedrigwasserschleuse im Magdeburger Hafen einzusetzen, so der BUND.
Auch die Mittel, die für weitere Flussbaumaßnahmen an der Elbe vorgesehen sind,
sollten für die Finanzierung des Schleusenbaus Verwendung finden.
"Weder der geplante Saalekanal noch die Strombaumaßnahmen an der Elbe können
die Niedrigwasserproblematik im Sinne der Schifffahrt beseitigen. Der Schleusenbau
hingegen wäre eine dauerhafte Lösung für den Hafen Magdeburg. Damit kann
die Güterschifffahrt auf den Kanälen gewinnen und die Elbe bleibt dennoch
ein großartiger Fluss, um den uns viele Bundesländer beneiden," so Dörfler.
Rückfragen:
Dr. E. Paul Dörfler, BUND-Elbeprojekt
Tel. : 039244 / 290
Mobil: 0171 / 18 32 194
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