BUND UND PRO ELBE PRESSEMITTEILUNG
Zum Streit um den geplanten Elbe-Staustufenbau an der tschechisch-deutschen Grenze
BUND: Geplante Staustufen in Elbe entbehrlich - Neue Daten zeigen freie Kapazitäten der Schiene zwischen Deutschland und Tschechien auf
15. Januar 2007
Dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) liegen Daten vor,
wonach im Elbekorridor ausreichend freie Kapazitäten auf der Schiene für den Güterverkehr
vorhanden sind. So könnten zwischen Hamburg und Tschechien 18 Mio. t Güter pro Jahr
per Bahn befördert werden. Diese maximale Kapazität sei derzeit nur zu einem Viertel
ausgelastet. Folglich könnten die geringen Gütermengen, die über die Elbe per Schiff
bewegt werden (1,5 Mio. t/a), im Bedarfsfall auch per Schiene abgefahren werden.
Von der Kapazitätsgrenze des Schienenweges von 18 Mio. t/a sei man meilenweit entfernt,
so dass es keine Notwendigkeit gebe, die Staustufenpläne an der tschechisch-deutschen Grenze
weiter zu verfolgen.
„Es ist höchste Zeit, dass sich deutsche und tschechische Verkehrspolitiker
an einen Tisch setzen und mit der realen Datenlage befassen, um ein übergreifendes
Verkehrskonzept für den Elbekorridor auf den Weg zu bringen statt weiter ins Blaue
zu planen und hundert Mio. Euro im Elbesand zu verscharren.“, so der Leiter des
BUND-Elbe-Projektes, Ernst Paul Dörfler.
Die in Tschechien mitregierenden Grünen haben ebenfalls in einer dpa-Meldung
auf die Transportmöglichkeiten der Schiene verwiesen, um die weitere Kanalisierung
der Elbe zu vermeiden.
Rückfragen:
Dr. E. Paul Dörfler, BUND-Elbeprojekt, Tel.: 039244 / 290
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