BUND UND PRO ELBE PRESSEMITTEILUNG
Wird der Domfelsen illegal abgefräst?
15. März 2006
Baggerschiff beim Abfräsen des Domfelsens
Bagger-Fräskopf
Nach den Recherchen des BUND und der Bürgerinitiative PRO ELBE ist das
Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg zur Zeit dabei, den Domfelsen in der
Elbe abzufräsen. Seit Wochen arbeitet das Baggerschiff "Hohenwarthe"
systematisch am umstrittenen Felsen, der dem Dom vorgelagert ist.
Nach offiziellen Presseberichten sollen nur der "Zustand der Elbe vor dem
Hochwasser von 2002 wiederhergestellt und temporäre Anladungen beseitigt"
werden.
Die Flusschützer finden es merkwürdig, dass diese Arbeiten ausgerechnet
am Domfelsen stattfinden, wo Ablagerungen und Anlandungen von Sand und Kies
auf Grund der relativ starken Stömung äußerst unwahrscheinlich sind.
BUND und PRO ELBE fordern von der zuständigen Wasserstraßenbehörde umgehend
eine öffentliche Aufklärung über die stattfindenden Baumaßnahmen an
der Elbe. Darüberhinaus wird die Vorlage der Baugenehmigung sowie der
erforderlichen Prüfungen nach geltendem Recht verlangt.
Hintergrund:
In den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gab es ein
Planfeststellungsverfahren für die sog. Strombaumaßnahmen an der
Stadtstrecke Magdeburg mit dem Schwerpunkt Domfelsen. Dieses Verfahren stieß
auf zahlreiche Einwände und wurde nicht zu Ende geführt. Unter Rot-Grün
wurden ab 2002 Ausbaumaßnahmen an der Elbe nicht weiterverfolgt.
Rückfragen:
Dr. E. Paul Dörfler, BUND-Elbeprojekt
Mobil: 0178 / 16 17 800
Dr. Reinhard Stephan, Sprecher Pro Elbe
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