BUND PRESSEMITTEILUNG
Baupläne für Elbe-Saale-Kanal stoppen
27. August 2004
Berlin: Mit Verärgerung hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) auf den Brief aus dem Bundesverkehrsministerium an das Bundesumweltministerium
reagiert, in dem ein Raumordnungsverfahren für den geplanten Saale-Elbe-Kanal
angekündigt wird.
Der Kanalbau an der Saale sei nicht nur unwirtschaftlich, er würde auch
Zwänge schaffen, im Anschluss daran die noch weitgehend naturbelassene Elbe weiter
zur Wasserstraße auszubauen. Diese Vorhaben widersprächen dem rot-grünen Koalitionsvertrag.
Nach der Hochwasserkatastrophe von 2002 habe Konsens bestanden, die Elbe in ihrem
Naturzustand zu belassen und alle Bauvorhaben entlang der Flüsse auf den Prüfstand
des ökologischen Hochwasserschutzes zu stellen.
BUND-Elbschützer Ernst-Paul Dörfler: „Bundesverkehrsminister Stolpe muss
der Vermeidung künftiger Schäden für Mensch und Wirtschaft oberste Priorität
zumessen. Als Bundesverkehrs- und Bundesbauminister trägt er Verantwortung
dafür, dass Häuser und Unternehmen nicht wieder von Hochwassern zerstört,
Menschen und Ortschaften nicht gefährdet werden. Naturnahe Flüsse und erhaltene
Auen sind die beste Versicherung gegen mögliche Fluten. Die Planungen für den
Saale-Elbe-Kanal dürfen nicht vorangetrieben werden, weder sind die Finanzmittel
da noch ist eine Wirtschaftlichkeit erkennbar.“
Der BUND fordert ein Gesamtkonzept für die Binnenschifffahrt auf Saale
und Elbe, Umweltverträglichkeitsprüfungen für alle Vorhaben, die gründliche
und kritische Untersuchung der Wirtschaftlichkeit sowie eine Beteiligung der
Öffentlichkeit und der Umweltverbände.
Pressekontakt:
Ernst-Paul Dörfler
BUND-Elbeprojekt
Tel. 0171-1832194
Rüdiger Rosenthal
BUND-Pressesprecher
Tel. 030-27586-425/-489
E-Mail: presse@bund.net
Internet: www.bund.net
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