BUND UND PRO ELBE PRESSEMITTEILUNG
Niedrigwasser an der Elbe vertreibt Binnenschiffer –
Elbe-Häfen fahren gut auf der Schiene
BUND analysiert Daten der Fahrrinnentiefen an der Elbe von 2006
31. Januar 2007
2006 war nach 2000, 2003 und 2004 ein weiteres Niedrigwasserjahr.
Die Elbe war zwischen Dresden und Magdeburg an 106 Tagen auf Grund von
Niedrigwasser für Güterschiffe nicht befahrbar. Hinzu kamen wochenlange
Schifffahrtssperren wegen Eisgang und Hochwasser.
„2006 ging es mit der Güterverkehr auf der Elbe weiter bergab.
Durch Hochwasser, Niedrigwasser und Eis kam es immer wieder zu Unterbrechungen“,
erklärt Ernst Paul Dörfler vom BUND Elbeprojekt. „Die Binnenschiffer wandern
von der Elbe auf Donau und Rhein ab, wo sie durch die Alpen mehr Wasser zur
Verfügung haben. Positiv ist zu werten, dass die Elbe-Häfen die Güter auf die
Schiene verlagern konnten.“
Iris Brunar, Koordinatorin der Umweltverbände in der IKSE (Internationale
Kommission zum Schutz der Elbe) stellt fest, dass die vom Bundesverkehrsministerium
angestrebte Mindesttiefe von 1,60 m erneut beträchtlich unterschritten wurde (Grafik 1)
und schlussfolgert:
„Der Klimawandel hat die Elbe erreicht. Mit dem Jahr 2006 setzt sich der Trend
der letzen Jahre fort, in denen die Elbe an rund 100 Tagen im Jahr Niedrigwasser führte,
so dass ihre Fahrrinnentiefe unter dem für den Gütertransport absoluten Minimum
von 1,60 m lag“. (Grafik 2).
Der BUND resümiert: „Die Baumaßnahmen, die an der Elbe stattfinden, werden
das Ziel der ganzjährigen Befahrbarkeit nicht erreichen, da das nötige Wasser fehlt.
Mit der Fortsetzung der Baumaßnahmen werden jährlich Millionen Euro verschwendet
und dem Fluss geschadet - ohne Nutzen für die Schifffahrt!“
Grafik-1: domfelsen.de/aktuell/BUND_Pressemitteilung_31.01.2007_Grafik_1.pdf Grafik-2: domfelsen.de/aktuell/BUND_Pressemitteilung_31.01.2007_Grafik_2.pdf
Rückfragen:
Iris Brunar,
Koordinatorin der Umweltverbände in der
Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe
Tel.: 0340 850 7978
Mobil:0178 163 0204
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