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Bürgerinitiative PRO ELBE Magdeburg c/o Dr. Angela Stephan Rübeländer Weg 10 39118 Magdeburg E-Mail: elbe@domfelsen.de
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CHRISTINNEN UND CHRISTEN FÜR EINEN ANDEREN UMGANG MIT FLÜSSEN
Elbe muss zum Symbol für eine neue Flusspolitik werden
Sehr geehrte Frau Bundestagabgeordnete/ schon seit Jahren engagieren sich Vertreter der Kirchen zusammen mit den Umweltverbänden für den Erhalt der Flusslandschaft Elbe und wehren sich gegen den weiteren Ausbau des Stroms zur Wasserstraße. In einem Aufruf, der von allen leitenden Geistlichen der evangelischen Landeskirchen sowie von 20.000 Menschen von Dresden bis Hamburg unterzeichnet und im Dezember 2002 vom anhaltischen Kirchenpräsidenten Helge Klassohn gemeinsam mit der Intiativgruppe an Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe übergeben wurde, heißt es: "Die Elbe ist der letzte, noch naturnahe Strom in Deutschland. Der Fluss ist ein besonders kostbarer Teil von Gottes Schöpfung. Der Fluss schenkt uns Wasser und Wasser ist Leben. Doch unsere Elbe, ihre Sandstrände und Auen, sind in Gefahr, durch Flussbaumaßnahmen in ihrer einmaligen Art zerstört zu werden." Wir Christinnen und Christen an der Elbe fordern auf diesem Wege alle Bundestagsabgeordneten auf, umgehend zu handeln, die Versteinung des "Sandflusses Elbe" und seine schleichende Kanalisierung zu stoppen. Beharrlich machen Kirchengemeinden in Elbegottesdiensten darauf aufmerksam. Klare Beschlüsse zum Erhalt der Flusslandschaft Elbe wurden wiederholt von den Synoden der Anhaltischen Landeskirche, der Nordelbischen Landeskirche und der Kirchenprovinz Sachsen gefasst. Die Flutkatastrophe im August vergangenen Jahres hat gezeigt, wie notwendig ein nachhaltiger Umgang mit der Landschaft an der Elbe ist. Die Elbe muss zu einem Symbol für eine neue Flusspolitik werden. Nicht die Einengung, Begradigung und Kanalisierung, sondern der Erhalt der naturnahen Flüsse und ihrer Auen müssen im Vordergrund stehen. Im Sinne eines vorsorgenden Hochwasserschutzes muß nicht nur an die Verstärkung der gefährdeten Deiche, sondern auch an mehr Überflutungsflächen gedacht werden. Mit großer Sorge verfolgen wir die neuen Pläne zum Bau eines Saale-Elbe-Kanals mit europanormgerechten Tauchtiefen. Da diese auf der Elbe nicht gegeben sind, muss ein solches Vorhaben als (versteckter) Einstieg in den Ausbau der Elbe betrachtet werden. Der Kanal darf daher keinen Eingang in den neuen Bundesverkehrswegeplan finden! Wir bitten Sie eindringlich, ihre Stimme gegen eine rückwärtsgewandte Flusspolitik zu erheben und sich für ein zeitgemäßes und nachhaltiges Nutzungskonzept einzusetzen. Die Schiffe müssen den Flüssen angepasst werden und nicht umgekehrt. Dafür gibt es hoffnungsvolle Modelle, die es zu fördern gilt. Für Ihre parlamentarische Arbeit wünschen wir Ihnen viel Kraft, um im Sinne unseres Aufrufes für die Bewahrung der Schöpfung einzutreten und erbitten für Sie auch im neuen Jahr Gottes Segen. Die Initiativgruppe für den Aufruf "Christinnen und Christen für die Elbe 2002": Frau Dr. Hannelore Franck, Ökumenisches Informationszentrum, Dresden Herr Gottfried Keller, BI Pro Elbe, Wittenberg Herr Dietrich Bungeroth, Pfarrer, Dessau Herr Dr. Ernst-Paul Dörfler, BUND-Elbeprojekt, Steckby Herr Giselher Quast, Domprediger, Magdeburg Frau Erika Tipke, Erzieherin, Bleckede |
TERMINE
Mo 30. Januar 2012, 18.00Uhr (Magdeburg, Dom) Treffen der BI Pro Elbe
AUFRUFE
Protest gegen Saale-Elbe-KanalMoratorium für die ElbeChristinnen und Christen für die ElbeKünstler für die ElbeMit Argusaugen die Flüsse beschützen! |