|
AKTUELLES
Elbe Badetag in Magdeburg am WasserfallPressemitteilung zum Hintergrundgespräch ElbeBUND-PressemitteilungFlussexperte von der österreichischen Donau zur Gefährdung des UNESCO-Welterbes „Dessau-Wörlitzer Gartenreich“Elbe-Badetag findet stattBUND PressemitteilungBUND PressemitteilungBUND PressemitteilungPro Elbe MagdeburgBUND PressemitteilungBUND PressemitteilungDUH PressemitteilungBUND PressemitteilungBUND PressemitteilungBUND PressemitteilungBUND und Arnika PressemitteilungBUND und Pro Elbe PressemitteilungBUND und Pro Elbe PressemitteilungOffener Brief an die Umweltministerin Petra WernickeDeutsche Umwelthilfe PressemitteilungBUND und Pro Elbe PressemitteilungWahlprüfsteine Pro ElbeReaktion auf CDU PressemitteilungOffener Brief an Bundesverkehrsminister TiefenseeNetzwerktreffen Flusslandschaft ElbeBUND PressemitteilungFlussbaumaßnahmen an der Elbe verstoßen gegen geltendes EU-RechtBUND PressemitteilungStudie des UmweltbundesamtesNeue Bilder in der Foto-GalerieBeispiel für Rückbau eines versteinten ElbufersWasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg täuscht ÖffentlichkeitHintergrundpapier zur Planung des SaalekanalsPreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und ZDF für die Bürgerinitiative Pro ElbeHeimlicher Ausbau der Elbe?Offener Brief an Bundesverkehrsminister StolpeUmweltminister kritisiert Planung für Saale-KanalOffener Brief an Bundesverkehrsminister StolpeBaupläne für Elbe-Saale-Kanal stoppenZur Aufhebung des Baustopps an der ElbeDeutsch-Tschechische Umweltorganisationen fordern: Stolpe muss endlich die Wahrheit sagenStellungnahme vom 22. Mai 2003 des UFZ-Umweltforschungszentrums Leipzig-Halle GmbH - siehe unter DOWNLOADBundesverkehrswegeplan 2003 - siehe unter DOWNLOADSaalekanal Flußandacht im ReichstagHerr Stolpe ist am Donnerstag, dem 19. Juni in Magdeburg, wir sind dabei! Treff 17 Uhr Eingang Maritim-Hotel Magdeburg (gegenüber Hauptbahnhof)Dieter Hildebrandts Scheibenwischer 1982, ausgegraben von Ulrich KasparickGemeinsame Presserklärung BUND NABU DNR WWFPressemitteilung: Bundesamt für Naturschutz äußert erhebliche Bedenken zum Saale-KanalProf. Lüderitz: Saale-Elbe-Kanal wäre krasse FehlinvestitionVortragsmanuskript von Dr. Angela StephanSaale retten!Falschinformationen zum Saalekanal durch AusbaubefürworterNeuer Bundesverkehrswegeplan: Nach Geisterhafen nun Geisterkanal?Saale-Elbe-Kanal vehement abgelehntEmpörung über StolpeChristinnen und Christen für einen anderen Umgang mit FlüssenBundesverkehrsminister Stolpe: "Kein weiterer Elbausbau!"Strittmatter-Preis des Landes Brandenburg für Dr. Ernst Paul DörflerEU-Kommission antwortetElbe und Saale gerettetFlusskonferenz in BerlinWas lehrt die Flut?Deiche verlegen!Aus dem Hochwasser lernenElbausbau sofort stoppenver.di für ElbeausbauGrundstein für Elbe-MahnmalÄltere Meldungen ...KONTAKT
Bürgerinitiative PRO ELBE Magdeburg c/o Dr. Angela Stephan Rübeländer Weg 10 39118 Magdeburg E-Mail: elbe@domfelsen.de
|
WAS LEHRT DIE FLUT?
Ernst Paul Dörfler Das Jahrhunderthochwasser ist abgeflossen. Die Wasserstände fallen, immense, unfassbare Schäden treten zutage und werden erfasst. Das Drei-Wochen-Spektakel ist vorbei. Haben wir nun die nächsten einhundert Jahre Ruhe? Wird alles so wie früher? Zweifel sind angebracht. Die Unwetterwarnungen häufen sich, das Wetter spielt verrückt. Am Rhein treten die Jahrhunderthochwässer beinahe schon jährlich auf. Auch weltweit nimmt die Zahl der sogenannten Naturkatastrophen beängstigend zu. Die Statistiken der Versicherungen belegen es: Die Schadenssummen steigen dramatisch an.
Sind wir diesem Schicksal hilflos ausgeliefert?
Bislang hat der Mensch diese sogenannten Naturkatastrophen eher verschärft. So durch seinen ständig angewachsenen Energieverbrauch, durch Bebauung natürlicher Überflutungsflächen, durch den Umbau der Flüsse zu "Wasserstraßen". Nun kommen die Fluten schneller auf uns zu. Die Hochwasserspitzen fallen höher und höher aus. Die Risiken wachsen.
Was können wir dagegen tun?
Erstens: Rigoros Energie sparen
Wir müssen nicht Jahrzehnte warten, bis der Klimawandel zweifelsfrei wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Klug handelt, wer Vorsorge trifft. Jeder kann sofort beginnen, seinen Energieverbrauch drastisch zu reduzieren. Es gibt viele Möglichkeiten Energie einzusparen. Man muss es nur wirklich wollen. Jedes Jahr 5% weniger Energie zu verbrauchen ist machbar. Gewinner sind wir alle.
Zweitens: Einhundert Jahre falsche Flusspolitik korrigieren
Statt Wasserwege weiter zu gefährlichen "Schnellstraßen" umzubauen, müssen möglichst viele "Bremsen" eingebaut werden, um den Wasserabfluss zu verzögern, um die extremen und gefährlichen Hochwasserspitzen erst gar nicht entstehen zu lassen. Nicht der weitere Ausbau von Flüssen zu Wasserstraßen, sondern deren Rückbau muss jetzt auf die Tagesordnung. Nicht begradigen, sondern entgradigen, nicht beschleunigen, sondern entschleunigen, nicht einengen, sondern aufweiten der Flüsse und ihrer Auen ist die beste Vorsorge. Wir müssen dem Fluss wieder mehr Platz einräumen, den er in Hochwasserzeiten nutzen kann ohne unsere Wohnstätten zu überfluten. Gerade die letzten erhaltenen großen Auenwälder zwischen Wittenberg und Barby haben einen großen Anteil daran, dass Sachsen-Anhalt verhältnismäßig glimpflich davongekommen ist.
Drittens: Sich engagieren
Eine vorsorgende Hochwasserschutzpolitik und eine neue Flusspolitik setzen sich nicht von selbst durch. Beispiel Donau: Seit zwanzig Jahren kämpfen die Initiativen gegen die Kanalisierung des letzten, noch freifließenden Donauabschnittes. Die rot-grüne Bundesregierung hat dieses Projekt Anfang 2002 zwar gestoppt, Kanzlerkandidat Stoiber hält jedoch weiter daran fest. Beispiel Elbe: Selbst mitten im akuten Katastrophenfall hält die CDU in Sachsen-Anhalt daran fest, die sogenannten "Instandsetzungen" an der Elbe nach uralten Plänen fortzusetzen, die Saale weiter zu begradigen und eine Staustufe zu bauen. Die FDP-Generalsekretärin Cornelia Piper verlangte angesichts der Hochwasserflut gar den beschleunigten Ausbau der Flüsse. Wenn aber nachweislich die Kosten höher sind als der Nutzen (UBA-Studie, April 2002) und die Risiken künftiger Hochwässer steigen, dann sind die Bürgerinnen und Bürger aus existentiellem Interesse gefragt, Einfluss zu nehmen und sich zu engagieren.
Koalition für die Elbe
Es ist beängstigend, mit welcher Hartnäckigkeit daran gearbeitet wird, die Elbe weiter einzuengen und zur "leistungsfähigen Wasserstraße" auszubauen. Wozu? Angeblich ist das Niedrigwasser das Problem für die schwindende Güterschifffahrt. An durchschnittlich 9 Monaten hat die Elbe eine Fahrrinnentiefe von mindestens 1,60 m. Ziel des Ausbaus ist es, künftig maximal zwei Monate länger, nämlich 11 Monate, eine Tiefe von 1,60m zu erzielen. Dazu werden Hunderttausende Tonnen Schottersteine zum Preis von 200 Mio. Euro in den Fluss gekippt - nach dem Leitbild des 19. Jahrhunderts.
Wie wäre es mit einer anderen Lösung?
Ganze drei Güterzüge pro Tag würden genügen, um in den Niedrigwassermonaten den amtlich-statistisch erfassten Inhalt der auf der Elbe üblichen Zahl von 10 Güterschiffen (a 300 t) zu übernehmen! Wie mit Flüssen nicht umgegangen werden darf, wurde an Rhein, Main und Mosel vorgemacht. Das gleiche Schicksal wird auch der Elbe ereilen, es sei denn, es bildet sich eine Koalition für die Elbe. Es gilt zu verhindern, dass jene Kräfte erneut zur Tagesordnung übergehen, die den "Baurückstand" aufholen wollen, bis die Elbe "normgerecht" ist. Wir können von Glück reden, das die ostdeutschen Flüsse noch nicht so stark verbaut sind wie die westdeutschen Flüsse. Andernfalls wäre die jüngste Hochwasserkatastrophe ungleich schlimmer ausgefallen. Wir haben noch eine Chance, etwas besser zu machen, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Nur wenn sich die Bewohner an der Elbe und der Saale gegen diesen Ausbau-Automatismus an deutschen Flüssen nachhaltig zur Wehr setzen, werden wir unsere Flüsse tatsächlich auch als Flüsse bewahren können. Monotone Wasserstraßen mit zerstörten Auen und gefährdeten Siedlungen haben wir schon genug. |
TERMINE
Mo 30. August 2010, 18.00Uhr (Magdeburg, Kulturscheune Alt Olvenstedt, Stephan-Schütze-Str) Treffen der BI Pro Elbe
AUFRUFE
Protest gegen Saale-Elbe-KanalMoratorium für die ElbeChristinnen und Christen für die ElbeKünstler für die ElbeMit Argusaugen die Flüsse beschützen! |