PRESSE-ECHO
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Magdeburger Volksstimme vom 29.11.2004 MDR vom 06.11.2004 DDP-LSA vom 07.10.2004 Magdeburger Volksstimme vom 04.09.2004 Saechsische Zeitung vom 11.09.2004 taz vom 09.09.2004 Magdeburger Volksstimme vom 29.08.2004 taz Staustufen Elbe vom 05.04.2004
Pressemitteilung AP vom 13.05.2003 Spiegel vom 12.05.2003 Magdeburger Volksstimme vom 18.04.2003 Osterburger Volksstimme vom 19.03.03 Magdeburger Volksstimme vom 19.03.03 Berliner Zeitung vom 18.03.03 taz vom 26.02.03 Magdeburger Volksstimme vom 22.02.03
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KONTAKT
Bürgerinitiative PRO ELBE Magdeburg
c/o Dr. Angela Stephan Rübeländer Weg 10 39118 Magdeburg
E-Mail: elbe@domfelsen.de
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VERBÜNDET FÜR STAUSTUFEN
Schulterschluss deutscher und tschechischer Befürworter beim Elbschifffahrtstag 2004
Sächsische Zeitung: Mit einer „Deciner Resolution“ ist gestern im
nordböhmischen Decin (Tetschen-Bodenbach) der Elbschifffahrtstag 2004 zu Ende
gegangen. In der Resolution fordern die etwa 120 Teilnehmer der eintägigen
Konferenz die Europäische Union, die Bundesregierung sowie die Regierung in
Prag auf, den Ausbau der Elbe entschlossen zu fördern.
Die Bundesregierung wird ermahnt, die im Verkehrswegeplan von 1992 vorgesehenen,
durch den Koalitionsvertrag von 2002 jedoch gestoppten Ausbaumaßnahmen an der
Elbe umzusetzen. An die Adresse der tschechischen Regierung appellieren die
Unterstützer der Resolution, die Planungsverfahren für den Bau zweier Staustufen
zwischen Usti (Aussig) und Hrensko (Herrnskretschen) „zügig durchzuführen“.
Wirklich überraschen konnte der Wortlaut der Resolution angesichts der Teilnehmer-
und Rednerliste nicht. Denn der Einladung des Vereins zur Förderung des
Elbstromgebietes waren vor allem solche Vertreter aus Wirtschaft, Politik und
Verwaltung gefolgt, die einem Ausbau der Elbe und dem Bau der Staustufen in
Tschechien positiv gegenüberstehen. Vertreter des tschechischen Umweltministeriums
sowie zahlreicher Umweltverbände, die die Staustufen-Pläne seit Jahren kritisieren,
saßen nicht auf dem Podium. Sachsens Umweltminister Steffen Flath hatte seine
Teilnahme wegen Terminschwierigkeiten abgesagt. An Deutlichkeit indes ließ er
es schon im Vorfeld der Veranstaltung nicht fehlen. „Die können in Sachsen-Anhalt
und Tschechien fordern, was sie wollen – in Sachsen bleibt die Elbe, wie sie ist.“
Schiff oder Bahn – das ist hier die Frage
„Der Ausbau der Infrastruktur an der Elbe ist dringend notwendig!“, lautete
indes das gemeinsame Fazit der meisten Referenten. Die Binnenschifffahrt sei
nicht nur wesentlich umweltfreundlicher als der Transport über Lkws. „Sie ist
auch erheblich kostengünstiger als etwa die Bahn“, betonte Miloslav Spevacek,
Handelsdirektor des Chemieunternehmens Lovochemie in Lovosice (Lobositz). Gerd
Drossel, Vorstandsmitglied der Hamburger Hafen- und Lagerhaus Aktiengesellschaft,
und Hans-Joachim Gottschalk, Staatssekretär im Verkehrsministerium in Magdeburg,
unterstrichen die Forderung nach einem Elbausbau mit Prognosen zur Entwicklung
des internationalen Containeraufkommens: Bis 2010, so Gottschalk, werde sich
der Containerumschlag im Hamburger Hafen verdoppeln. Und nur eine entsprechend
ausgebaute Elbe sei in der Lage, die Gütermengen zu bewältigen.
Mit demselben Argument hält auch das tschechische Verkehrsministerium an seinen
Plänen zum Bau zweier Staustufen bei Decin fest, die dort eine ganzjährige
Schiffbarkeit der Elbe gewährleisten sollen. „Die Eisenbahn ist hier keine
Alternative, weil sie nicht die nötigen Kapazitäten hat“, sagte Vojtech Kocourek,
Staatssekretär im Prager Verkehrsministerium – und widersprach damit Umweltminister
Flath, der dafür plädiert, den Güterverkehr stärker über die Bahn abzuwickeln.
Nichts Neues also vom Elbe-Strand? Mit Blick auf die Argumente wohl tatsächlich
nicht. Aber den Befürwortern des Elbeausbaus ist in Decin gelungen, was der
Gegenseite vielleicht noch fehlt: der grenzüberschreitende Schulterschluss.
Anneke Hudalla
Sächsische Zeitung vom 11.09.2004
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